Antakya – Chor des Friedens

Land: Türkei
Ort: Hatay/Antakya
Datum: 13.10.2015

Als ich davon hörte, dass es im früheren Antiochien, heutiges Antakya, in der Provinz Hatay gelegen, einen Laienchor bestehend aus Sunniten, Alawiten, Christen, Juden sowie Armeniern, Kurden, Syrern usw. gibt, war es klar, dass dies eines meiner Ziele werden würde. In meiner Vorstellung würde ich Menschen treffen, die im engen Kreis gemeinsam singen, und dies vielleicht eher in einer eingeengten Atmosphäre. Doch was ich erlebte überragte meine Vorstellungen und zeugt davon, dass Menschen verschiedenster Religionen und Ethnien im Stande sind, eigenständig und sogar ohne westliche Hilfe, Frieden zu schaffen.

Und dies in einer Stadt, welche bereits seit der Antike für ihre religiös und kulturell vielfältige Gesellschaft bekannt war und immer noch ist.

Yilmaz Özfirat, der Organisator des multireligiösen Chors empfängt uns freundlich und auf die orientalische Art.

„Hör auf so Deutsch zu sein und schau nicht immer auf Deine Uhr“, vermittelt er mir freundlich und lächelnd in seinem Büro, welches Teil eines „Cem – Hauses“, das traditionelle Gebetshaus der alawitischen Religionsgemeinschaft, ist.

Zunächst soll unser Team einen Kaffee oder Tee trinken. Dann dürfen wir die faszinierende Schönheit, eingebettet in filigranen Schriften und Kunstwerken, näher betrachten, welche diesem Gebäude im Herzen der Altstadt einen spirituellen Charme verleihen. Ein paar Momente und Fotoklicks später können wir dem Chor beim Proben zuhören. Und was wir hier sehen bzw. hören dürfen, erstaunt mich und löst eine tiefe Berührung in mir aus, die mich nachdenklich werden lässt. Die Anwesenden, ungefähr die Hälfte sind Frauen, kommen aus allen Schichten. Man trifft den Arzt und die einfache Hausfrau. Den Pförtner und die Gemüsehändlerin. Und alle, obwohl sie nicht allen Sprachen mächtig sind, singen mit. Egal ob nun jüdisch, christlich oder muslimisch geprägte Lieder. In Arabisch, Aramäisch, Bosnisch, Kurdisch oder Türkisch. Wer die Sprache nicht versteht, lernt den Text einfach auswendig. Die gezeigte Gesangsprobe konnte man einfach nur noch beeindruckend nennen.

Im Gespräch mit dem künstlerischen Ideengeber des Projektes, Yilmaz Özfirat, bekamen wir einen Einblick in die Beweggründe seines Schaffens. Kunst, so Yilmaz, kann die Welt verändern.

„Wenn ich heute mit meinem Chor nach Damaskus eingeladen werden würde und ich könnte etwas bewirken, so würde ich ohne Zögern sofort fahren“, um nur ein Zitat im Zusammenhang mit seinen Zielen zu nennen.

Seine Aussagen bestätigen mich in meiner Sichtweise, dass Kunst und Philosophie eine essentielle Bedeutung für das Zusammenleben einer Gesellschaft haben. Wenn es mehr Menschen wie Yilmaz gebe, hätten wir auch mehr Frieden auf der Welt.

Zum Ende hin ließ er es sich nicht nehmen, ein „Stand Up“ Video in Türkisch für unser Projekt zu drehen.

Das Peacemaker-Team und ich sind seinem Chor dankbar für diese beeindruckenden Stunden, welche wir mit all diesen wunderbaren Menschen verbringen durften.

Wer Interesse hat, kann den Chor unter folgenden Kontaktdaten erreichen:

Yilmaz Özfirat, www.medeniyetlerkorosu.com, Mail: yilmazozfirat@gmail.com

 

Simon Jacob, Hatay – Antakya – 13.10.2015

 

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