Lalish in Armenien

Land: Armenien
Ort: Aknalitsch – Jesidischer Tempel
Datum: 26.11.2015

Gemeinsam mit Zare, unserer armenisch – jesidischen Leitung im Peacemaker-Team in Armenien, besuchten wir einen jesidischen Tempel in Aknalitsch, welcher nach dem wichtigsten Heiligtum dieser Glaubensgemeinschaft im Irak benannt wurde.
Finanziert durch einen jezidischen Gönner, entstand hier mit Unterstützung der armenischen Regierung ein Komplex, welcher der größten Minderheit in der Kaukasusrepublik die Möglichkeit geben soll, sich religiös frei zu entfalten.

Es leben noch ca. 40.000 Jeziden im Land und die wenigsten wissen, dass das Jesidentum bereits eine über 1000 Jahre alte Geschichte in Armenien hat. Eine massive Auswanderungswelle setzte ein, als auch Mitglieder der heute noch verfolgten Glaubensgemeinschaft während des Genozids im Osmanischen Reich hierher flüchteten. Leider wird gerader diese Tatsache, nämlich dass Jesiden ebenfalls von Flucht und Vertreibung betroffen waren, kaum Aufmerksamkeit geschenkt.

Zare, die uns begleitet, scheint diese Tatsache tief zu bewegen. Gerade vor dem Hintergrund, dass im Irak der Islamische Staat fast sein Werk vollendet hätte, welches darauf abzielte, das Jesidentum komplett in seinem Wesen zu vernichten. Die Frauen der jesidischen Bevölkerung spielen dabei eine tragische Rolle. Nichts weiter als nur als Sexsklavinen betrachtet, erfüllen sich durch ihre Gefangennahme die Schergen der Extremisten ihre tiefsten sexuellen Bedürfnisse. Mehrere Vergewaltigungen am Tag sind an der Tagesordnung. Und leider hat die Welt, ohne einen deutlich hörbaren Widerspruch islamischer Gelehrter, dem Treiben zugesehen.
Im Gespräch mit Vertreten der Jesiden an diesem sakralen Ort wird immer wieder genau diese Tatsache beklagt. Während die Extremisten den Christen im Irak noch die Wahl ließen die Heimat zu verlassen, zu konvertieren oder die Kopfsteuer zu bezahlen, mussten die Jesiden sofort fliehen. Männliche Vertreter, denen dies nicht möglich war, wurden auf der Stelle hingerichtet. Ebenfalls Frauen und Kinder, für die man keine Verwendung fand. Manch vergewaltigtes Mädchen wäre lieber gestorben, wie wir von jesidischen Flüchtlingen aus Shingal vernehmen durften, deren Töchter regelrecht bei der Flucht massakriert wurden.

In Armenien können Jesiden frei und friedlich ihrer Religion nachgehen ohne Sorge tragen zu müssen, verfolgt zu werden.

Simon Jacob

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