Auf den Spuren Ephräm des Syrers –Nusaybin/Mor Jakob

Land: Türkei
Ort: Tur Abdin/ Nusaybin -Kloster Mor Jakob
Datum: 28.10.2015

Der heilige Jakob, der in der Kirche, die auch seinen Namen trägt, begraben ist, war ein Asket. Durch Verzicht stellte er sich auf ein Leben tiefer Spiritualität ein. Oberstes Ziel war es, eins mit dem Glauben zu sein. Nachts, um nicht einzuschlafen, in einer Felsspalte meditierend, band er sein Haar an eine Kette an, um sich nicht der Müdigkeit hinzugeben. So die Erzählungen. Doch ein anderer Mönch, Schüler des Heiligen Jakob, sollte für die Syrische Kirche noch größere Bedeutung erlangen: Ephräm der Syrer.
Ephräm, Schüler des Jakobs, kam um 306 n.Chr. vor der großen Kirchenspaltung in Nusaybin auf die Welt. Später musste er nach Edessa übersiedeln. Bewiesenermaßen gilt er als Gründer der Schule der Perser und ist neben seinem Glaubensbruder Aphrahat einer der größten Theologen der syrischen Kirche. Geschätzt in vielen westlichen und östlichen Kirchen, wurde er im Jahre 1920 durch Papst Benedikt XV zum Kirchenlehrer erklärt. Auch heute noch wird das Fest des Ephräms in der evangelischen, koptischen, anglikanischen und katholischen Kirche an jedem 9 Juni gefeiert.
Ein Zusammenhang zwischen dem Mönchstum und dem immensen Wissen dieser liegt sicherlich im Bestehen der ersten Universität, die hier gegründet wurde und der Kirche angegliedert war. In diesem wichtigen Wissenszentrum der Stadt wurden zeitweise 1000 Schüler in den Fächern Philosophie, Theologie, Mathematik, Astrologie usw. unterrichtet. Entsprechend erlangte die Stadt außerordentliche Bedeutung und aufgrund der strategischen Position wurde immer wieder Krieg um sie geführt. Mitte des 9 Jahrhunderts v. Chr. bis 612 v. Chr. galt das heutige Nusaybin als assyrische Provinzhauptstadt. Ausgrabungen zeigen, dass die alten Ruinen der Universität wahrscheinlich bereits auf die Herrschaftszeit der Assyrer zu datieren sind. Aramäisch und Griechisch waren die Sprachen in denen man lehrte. Die Universität, auch als berühmte Schule von Nusaybin bekannt, war zur Zeit des Christentums ein Hort des Wissens und der Bildung. Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde hier griechisch – römisch antikes Wissen an die neuen Eroberer (639/640), die Araber, weitergegeben. Diese trugen es dann bis in das heutige Spanien.
Dieser Tage wird Nusaybin von Unruhen erschüttert. Kurdische Demonstranten und die Polizei geraten immer wieder aneinander.
Trotzdem verweilt Daniel als Verwalter von Mor Jakob bereits seit über 10 Jahren hier, um allen Besuchern die Tore zu öffnen. Er ist der letzte Christ in Nusaybin.

Simon Jacob, Tur Abdin, Nusaybin, Mor Jakob , 28.10.2015

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