„Wirtschaftliche Perspektiven im Nahen und Mittleren Osten“

Land: Deutschland
Ort: München
Datum: 05.02.2016

Am 05. Februar 2016 lud das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in den prächtigen Ludwig – Erhard – Festsaal ein. Zahlreiche Referenten aus Wirtschaft und Politik präsentierten in den überfüllten Räumlichkeiten aktuelle Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten, verbunden mit wirtschaftlichen Chancen und Risiken für deutsche Unternehmer. Auch ich war anwesend, zum einen als Redakteur des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland e.V., aber auch als interessierter Unternehmer, um sich mit Gleichgesinnten austauschen zu können.
Vorweg ist zu sagen, dass der Fokus sehr stark auf dem Iran lag. Die sich anbahnende Öffnung des Landes scheint viele Entscheider aus der Wirtschaft auf den Plan gerufen zu haben. Alles was das Land betrifft, schien von Interesse zu sein. Dies ist auch verständlich wenn man zum Beispiel bedenkt, dass der Iran über eine eigene Automotivindustrie verfügt, die in den nächsten Jahren durch Investitionen auf den neusten Stand der Technik gebracht werden muss. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Spezialisten, die sich mit der Kultur und den Gepflogenheiten des Landes auskennen, wie beispielsweise Sara Adhami vom Münchner Unternehmen „bridge expert“. Sie hat sich auf die Vermittlung von Fachkräften in und außerhalb der Region spezialisiert. Adhami ist selber gebürtige Iranerin und verbrachte ihre Kindheit und einen Teil ihrer Jugend in Persien.
Ebenfalls auf eine Öffnung hoffen die Mitglieder des Vereins Leben lassen e.V., Dr. Massoud Harun-Mahdavi (Vorsitzender) und Senior Mahdavi, die ihre Wurzeln im Iran haben. Dies in Bezug auf Reformen, die der Entfaltung des Landes und der Jugend zugutekommen könnten.
Dieter Wagenbrenner vom Unternehmen Global-Energy-Sustainable-Alternative, der persönlich über Jahrzehnte an Erfahrungen im Energiesektor verfügt und gerade mehrere Großprojekte im Bereich Abfall – Energiegewinnung leitet, sieht nicht nur im Iran große Chancen, sondern allgemein in der Region. Wagenbrenner, der auch Mitglied im Zentralrat ist und als Experte auf seinem Gebiet gilt, kann es nicht fassen, dass Müll einfach auf der Halde verbrennt und dabei Unmengen an Energie verschleudert werden. Von den riesigen Umweltschäden abgesehen, ist das eine enorme Verschwendung an Ressourcen und löst nicht das Müllproblem dieser Regionen.
Von der Einladung des Staatsministeriums konnte ich immens für das Peacemaker-Projekt profitieren, im Rahmen dessen ich demnächst in den Iran reisen werde.

Simon Jacob, München