101 Jahre Genozid –Gedenkstätte für die Opfer des Genozids im Osmanischen Reich

Land: Deutschland
Ort: Berlin
Datum: 23.04.2016

Am 23.04.2016 haben Armenier, Aramäer – Suryoye/Assyrer – Chaldäer, die Nachfahren der Griechen aus der Pontos Region sowie die evangelische Kirche in Berlin derer gedacht, die offiziell immer noch nicht betrauert werden dürfen.

Deswegen nicht, weil unter anderen auch die Bundesrepublik, mit Ausnahme von Bundespräsident Gauck und Bundestagspräsident Lammert zum 100. Jahrestag im Jahr 2015, die gezielte Vernichtung der Christen im Osmanischen Reich nicht als das benennt was es ist.

Der erste erfasste und dokumentierte Genozid der Menschheitsgeschichte.
Die „Fördergemeinschaft für eine Ökumenische Gedenkstätte für Genozidopfer im Osmanischen Reich g.e.V.“ hat den Vergessenen dieses ersten Genozids des 20. Jahrhunderts in Berlin ein Mahnmal gewidmet.

Finanziert durch Spendengelder

Auf der Webseite der Fördergemeinschaft – http://www.genozid-gedenkstaette.de/ – ist dazu folgender Wortlaut zu finden

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten auf dem Staatsgebiet der heutigen Türkei über fünf Millionen indigene Christen: Armenier, Aramäer/Assyrer sowie griechisch-orthodoxe Christen aus den Herkunftsgebieten Pontos, Kleinasien und Ost-Thrakien. Über drei Millionen wurden auf staatlichen Befehl in der letzten Dekade osmanischer Herrschaft (1912-1922) genozidal vernichtet, bei Massakern, auf Todesmärschen und durch Zwangsarbeit. Verantwortlich für diese Verbrechen waren die nationalistische Partei Ittihat ve Terakki Cemiyeti („Komitee für Einheit und Fortschritt“, in Europa bekannter als Jungtürken), die durch einen Militärputsch 1908 zur Macht gelangt war und nach einem weiteren Putsch 1913 allein regierte, sowie die seit 1919 in Ankara regierenden Nationalisten unter Führung Mustafa Kemals.

Überleben hieß damals allzu oft: Zurücklassen der Schwachen und Kranken, der Sterbenden und am Straßenrand Verendenden oder der neu Geborenen und Wöchnerinnen. Aus Hass und Abneigung bestattete die ortsansässige muslimische Bevölkerung die Toten in der Regel nicht, trotz der Seuchen- und Ansteckungsgefahr unbeerdigter Toter. Jamor F.D. Yowell, ein Angestellter des US-amerikanischen Hilfswerks Near East Relief, berichtete im Frühjahr 1922 entsprechend: „Ich habe persönlich Hunderte griechischer Leichen unbeerdigt und von Hunden sowie Geiern zerfressen gesehen. Die Muslime machen sich nicht die Mühe, die Leichen toter Christen zu beerdigen, und die lebenden Christen besitzen nicht mehr die Kraft, dieses Ritual zu vollziehen, selbst wenn man es ihnen gestatten würde.“

Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Christen aus der Türkei sowie anderen Staaten des Nahen Ostens nach Deutschland gelangten, befanden sich unter diesen de facto-Flüchtlingen viele, die von Überlebenden des Genozids abstammten. Sie alle einte das Bedürfnis, an ihre ermordeten Vorfahren zu erinnern. Doch bisher fehlen nicht nur in Berlin Orte, an denen die persönliche oder gemeinschaftliche Trauer möglich ist.

Weiteres ist der Webseite zu entnehmen.

Simon Jacob, Berlin, 23.04.2016

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