Die Vernichtung und Vertreibung der Armenier, Assyrer, Aramäer, Chaldäer und Griechen aus Pontos, Kleinasien und Thrakien

Land: Deutschland
Ort: München
Datum: 14.05.2016

Die Vernichtung und Vertreibung der Armenier, Assyrer, Aramäer, Chaldäer und Griechen aus Pontos, Kleinasien und Thrakien

Am 29. Oktober 1923 wurde die Türkei in ihren heutigen Grenzen gegründet. Seit diesem Zeitpunkt wird versucht, die Erinnerung an die Vernichtung und Vertreibung der nicht-muslimischen Bürger des Osmanischen Reiches auszulöschen. Für alle Christen im damaligen Osmanischen Reich ist dieser Tag ein trauriges Ereignis.

Zum Gedenken an den Beginn des 101-jährigen Genozids an der christlichen Bevölkerung in den Wirren des Ersten Weltkrieges und danach, lud der Verein der Pontos in München e.V. in Kooperation mit dem Verband der Vereine der Griechen aus Pontos und Europa und dem Verein der Griechen aus Pontos in Bayern, zu einer Friedensdemonstration in München ein.

Neben den Vertretern der Pontos – Griechen erschienen auch die Vertreter zahlreicher anderer Vereine.

Vom Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland waren Paulus Kurt (Vorstandsmitglied) und Simon Jacob (Botschafter) ebenso anwesend wie Ani Cakir, Armenische Landsmannschaft in München, Peter Winklmeier, Vorsitzender des Bezirksverbandes München der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung, Jürgen Thierack von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Ali Erdem vom Verein der Völkermordgegner e.V. (Frankfurt/Main).

Als Ehrengast aus der Politik hielt Panagiota Konstantinopoulou, die Generalkonsulin der Republik Griechenland, eine Rede.

Zuletzt stellt sich immer wieder die Frage, was wäre, hätte man den Genozid damals bereits anerkannt und die Täter vor 100 Jahren der Gerichtsbarkeit zugeführt.

Hätte es dann die Massenmorde und Genozide danach ebenfalls gegeben?

Um als Beispiel die Massaker an den Aleviten in Dersim zu nennen.
Die gezielten Angriffe auf die kurdische Bevölkerung.
Den wahnsinnigen Genozid des „Islamischen Staates“ an den Jeziden.

Hätte es all dies gegeben, wenn wir die Verbrechen im Osmanischen Reich frühzeitig als das bezeichnet hätten, was es ist?

Nämlich ein Völkermord.

Im Juni hat der Bundestag die Möglichkeit genau darüber abzustimmen.
Und bei dieser Abstimmung geht es um mehr, als „nur“ die Anerkennung eines Völkermordes, welcher fast 20 % der gesamten Bevölkerung des Osmanischen Reiches, unter den Augen des Deutschen Kaiserreiches, ausgelöscht hat.

Bei dieser Abstimmung geht es um die Glaubwürdigkeit unserer Demokratie und ihrer Werte.
Darum, ob diese erpressbar ist und ob man zu den eigenen Werten steht.

Simon Jacob, München, den 14.05.2016

Pics and Copyrights: Simon Jacob

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