Expertise des Zentralrates findet Anerkennung auf politscher Ebene

Am Donnerstag, 04.02.2016, hat das EU Parlament die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert dringend Maßnahmen zu ergreifen, um den vom sogenannten IS verübten systematischen Massenmord an religiösen Minderheiten zu bekämpfen
Auszug aus der Pressemitteilung „Die Abgeordneten bekräftigen, dass sie den sogenannten IS und seine „ungeheuerlichen Menschenrechtsverletzungen“, bei denen es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen im Sinn des Römischen Statuts des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) handelt, scharf verurteilen, und betonen, dass darauf hingewirkt werden sollte, dass der Sicherheitsrat der VN sie zu Völkermord erklärt.
Sie äußern zudem ihre Besorgnis über die gezielten Angriffe dieser terroristischen Gruppe gegen Christen (chaldäische, syrische, assyrische, melkitische und armenische Christen), Jesiden, Turkmenen, Schiiten, Schabak, Sabier, Kakai und Sunniten, die nicht mit ihrer Auslegung des Islam einverstanden sind, „als Teil ihrer Versuche, alle religiösen Minderheiten in den von ihr beherrschten Gebieten zu vernichten“.
Ein Bild von der Situation vor Ort machte sich auch der Friedensbotschafter und Initiator der Peacemaker-Tour, Simon Jacob, im Dezember 2015. Dabei besuchte er nicht nur Politiker unterschiedlichster Parteien in Nordsyrien, der Autonomieregion Kurdistan und dem Irak. Auch die Frontlinie zum IS in der Nähe von Kirkuk und die Massengräber in Shingal waren sein Ziel – Gebiete die westliche Journalisten nicht ohne weiteres besuchen können. Wie wichtig die hohen Sicherheitsmaßnahmen seitens der Militärs waren zeigte sich, als das Filmteam bei den Aufnahmen der Massengräber in das Fadenkreuz von IS-Scharfschützen geriet. Die Resultate der brutalen Verbrechen des IS die in Bilder und Videoaufnahmen festgehalten wurden, hinterließen nicht nur bei verschiedenen Abgeordneten, denen das Material zur Verfügung gestellt wurde, einen bleibenden Eindruck.
Auch der Petitions-Plattform CitizenGo, deren Mitarbeiter Eduard Pröls Mitglied des Zentralrates ist, ist es wichtig, dass solche unabhängigen Reportagen ermöglicht und verbreitet werden. Aus diesem Grund wurde CitizenGo zu einem der Sponsoren der „Peacemaker-Tour“ und verlinkte bei seiner Petition „UNO und EU sollen endlich Völkermord an Minderheiten durch IS verurteilen“ das Video „Shingal“ von Simon Jacob, nicht ohne zuvor vor den Bildern zu warnen, die “ teils sehr verstörend sind. Bilder und Erklärungen, die sich einbrennen und den Betrachter noch lange beschäftigen. Es sind Bilder und Erklärungen, die anhand der Massengräber, der sterblichen Überreste von vor allem Frauen und Kindern verdeutlichen, warum man bei diesen Grausamkeiten nur von einem Völkermord sprechen muss.“ Diese Petition hat mittlerweile rund 100.000 Unterschriften. Ziel ist es jetzt, auch den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen davon zu überzeugen, die Verbrechen des IS als das zu verurteilen was sie sind: ein Völkermord.

Doch nicht nur hier ist es dem Zentralrat gelungen mit Einfluss zu nehmen. Als die Muttergotteskirche in Diyarbakir zwischen die Fronten des türkischen Militärs und der PKK geriet, konnte unbemerkt von der großen Öffentlichkeit erreicht werden, dass innerhalb kurzer Zeit sowohl Vertreter der EU-Delegation als auch der deutsche Botschafter in Ankara aktiv wurden. Der Botschafter hat mit dem Gouverneur und Regierungsvertretern gesprochen und auf Schonung und Schutz des Gebäudes gedrungen. Der Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland wird sich weiterhin verstärkt dafür einsetzen,
dass die Bundesregierung Druck auf die Türkei ausübt, um auch die Christen vor Ort zu schützen, damit diese in ihrer angestammten Heimat bleiben können.

Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Mitglieder und Spender wäre dies alles nicht möglich gewesen. Der Zentralrat und das Team um die Peacemaker-Tour bedanken sich bei allen, die das Anliegen nach „Frieden durch Dialog“ tatkräftig und/oder finanziell unterstützen. Unterstützen auch Sie dieses Anliegen!

Daniela Hofmann
Redaktion

Weiterführende Informationen:

Link zur Petition: http://www.citizengo.org/…/32650-uno-und-eu-sollen-endlich-…

Reportage „Shingal“: https://youtu.be/e9xJ6bxVrpA

Website Zentralrat: www.zocd.de

Spendenaufruf

Das Projekt Globalo Youth Peacemaker-Tour, welches sich über maximal sechs Monate erstreckt, hat einen Finanzierungsbedarf in Höhe von ca. 30.000,- €. Neben dieser geringen Summe ist es unsere Ausbildung in Europa, die Entschlossenheit und der Glaube an die Vernunft im Menschen, die uns dazu bewegt, so etwas zu tun. Für dieses Projekt habe ich meinen hochbezahlten Managerposten in einem Großkonzern aufgegeben. Ehrenamtliche Helfer investieren ihre Zeit, um das Projekt realisieren zu können.

Helfen Sie uns jetzt mit einer kleinen Spende, um das Budget in Höhe von 30.000,- €, welches im Verhältnis zur Größe des Projektes wirklich minimal ist, realisieren zu können.

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Simon Jacob – Projekt: Peacemaker 2015
IBAN: DE11 7205 0000 0001 5506 31
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Konto: 1550631
BLZ: 72050000
Bank: Stadtsparkasse Augsburg

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