Schlägt man heutzutage die Zeitung auf, springen einem als erstes die negativen Schlagzeilen ins Auge: Bürgerkrieg in Syrien, Türkei-Konflikt, Anschläge in Europa, wachsender Extremismus und Rassismus …

Sieht man sich dann in den sozialen Netzwerken um, geht es noch einen Schritt weiter. Anders Denkende werden oftmals in den Kommentaren diffamiert, in eine rechte oder linke Ecke gedrängt, sehen sich Schimpf-und Hasstiraden ausgesetzt.

Manchmal hat es den Anschein, als gäbe es nichts Schönes mehr auf der Welt und wenn man in der Geschichte zurückdenkt scheint es fast so, als würde sie sich wiederholen. Wehret den Anfängen!

Doch ist es tatsächlich die Mehrheit der Menschen, die so denken?

Sollen also auch wir uns in die Reihen derer einordnen, die ein schwarz-weiß Denken an den Tag legen, weil es halt gerade so ist oder einfach nur schweigend und gleichgültig zusehen, was um uns herum passiert?

Project Peacemaker e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem etwas entgegen zu setzen. Im Besonderen in den sozialen Medien. Zu zeigen, dass die Menschen sehr wohl in Frieden miteinander leben können, egal welcher Ethnie oder Religion sie angehören. Den interkulturellen Dialog zu suchen und zu fördern. Dem anderen auf Augenhöhe zu begegnen, auch wenn es schwer fällt, weil es kulturelle Unterschiede gibt.

Und doch ist es möglich. Das haben viele Begegnungen und Gespräche gezeigt, die in den letzten beiden Jahren stattgefunden haben, die vielleicht nicht immer einfach waren, aber auf denen eine Zukunft, eine friedliche Zukunft aufgebaut werden kann. Ein Projekt, das anfangs von den meisten belächelt wurde, dem man keine Chance gab. Das einfach aus Idealismus heraus weiter vorangetrieben wurde.

Was dieser Idealismus einiger weniger entfachte, ist grandios. Viele haben uns mittlerweile unterstützt. Viele, die wir gar nicht alle aufzählen können. Egal ob die Hilfe im Kleinen war oder im Großen: Wir sind jedem einzelnen von Euch dankbar, denn es hat gezeigt, dass Frieden möglich ist. Wenn wir es wollen! Auch wenn uns immer wieder der Gegenwind ins Gesicht weht. Wir lassen uns nicht beirren.

Oder um es mit den Worten von Papst Franziskus zu sagen: Überwinde die Gleichgültigkeit und erringe den Frieden

Jeder von uns kann ein Peacemaker sein!

Daniela Hofmann
Vorsitzende Project Peacemaker

Bild © Simon Jacob, Peacemaker Tour I, Beim Chor des Friedens in der Türkei/Antakya