Hochzeit im Tur Abdin – Von Deutschland in die ehemalige Heimat

Land: Türkei
Ort: Tur Abdin/ Beth Khustan
Datum: 25.10.2015

Marta, die 27 jährige Industriekauffrau und Fachwirtin aus Heilbronn, hat eine ungewöhnliche Entscheidung getroffen. So ungewöhnlich, dass es den Anschein hat, als ob eine tief spirituelle Fügung sie zu einer Entscheidung bewogen hat, die manch einem unüberlegt erscheint. Aber nur auf den ersten Blick.

Martas Vorfahren, Angehörige einer christlichen Minderheit, wanderten einst aus dem Tur Abdin, in der heutigen Türkei gelegen, aus um im sicheren Deutschland eine neue Heimat zu finden. Und letzten Sonntag, am 25. Oktober 2015, entschied sie sich, genau in diese, von Unsicherheit geprägte Heimat, zurückzukehren. Im Beisein vieler Gäste aus Deutschland und der Schweiz gab sie Andreas, ihrem Ehemann, das Jawort. Und dies nicht irgendwo an einem unbedeutenden Ort, sondern im sakralen Zentrum der Syrisch – Orthodoxen Glaubensgemeinschaft, im 1600 Jahre alten Kloster Mor Gabriel. Es ist die erste Hochzeit seit 18 Jahren, die hier vollzogen wird, so der Verwalter des Klosters. Und das auch noch in einer Zeit, die von Unruhen geprägt ist.

Beim Interview mit Marta erfahren wir mehr über ihre Beweggründe. Schließlich gibt man nicht alle Tage den Luxus in einer der am höchsten entwickelten Regionen der Welt auf, um in eine Region zu ziehen, deren Nachbarländer sich in einem Konflikt befinden. Syrien ist nur einen Katzensprung entfernt. Den Irak als stabil zu bezeichnen wäre maßlos übertrieben. Und der südöstliche Teil der Türkei ist auch nicht unbedingt der sicherste Fleck auf der Welt.

Trotzdem hatte Marta einschlägige Argumente die dafür sprachen. Da ist zunächst einmal die Liebe zu Andreas, die ausschlaggebend war. Aber auch der tiefe Glaube etwas bewegen zu können. Ein Zeichen zu setzen. In Zeiten, in denen die Welt durch Krieg, Leid und unendliche Flüchtlingsströme geprägt ist, setzt Marta mit ihrer Entscheidung ein Zeichen der Hoffnung. Sie zündet ein Licht für all die an, die nicht wissen, ob es in dieser Region eine sichere Zukunft gibt. Manchmal muss man einfach den Mut haben neue Wege zu gehen. Gewiss, ihre Vorfahren flüchteten einst vor Diskriminierung und den ethnischen Konflikten. Das Vertrauen zwischen den Völkern und Religionen in dieser Region war zerstört. Und es kostet viel Zeit dieses wieder aufzubauen. Doch gibt es kein schöneres Zeichen als eine Hochzeit zweier junger Menschen, mitten in diesen Tagen voller Turbulenzen, um dem gegenseitigen Vertrauen wieder Atem einzuhauchen.

Marta und Andreas wünschen wir alles erdenklich Gute für diesen Schritt und viel Glück auf ihrer neuen Reise im Tur Abdin.

Simon Jacob, Hatay – Antakya, 25.10.2015

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