Im Zentrum das Kreuz – Das „Dschwari“ Kloster in Mtskheta, Georgien

Land: Georgien
Ort: Mtskheta, Dschwari Kloster
Datum: 09.11.2015

Ich betrete die Gemäuer dieses sakralen Ortes mit einem Gefühl der Unruhe. Meine Gedanken schweifen noch über die prachtvolle Landschaft, die zum Fuße dieses Kloster atemberaubend und schön ist. Ein völlig anderer Kontrast zu den Tagen zuvor und der Landschaft im Tur Abdin. Entlang einer Zeitskala kann man sich schon fast bildlich vorstellen, wie sich der Glaube, übertragen aus dem orientalischen Raum, hier in den Stein gemeißelt hat. Und nicht nur in diesen. Im Innenraum dieses kolossalen Werkes christlicher Baukunst aus dem 6. Jahrhundert, erblicke ich ein gewaltiges Holzkreuz. Mächtig ragt es auf. Es blickt mich an. Herrscht, thront und ist doch so sanftmütig und freundlich wie das weiche Licht, welches es umgibt.

Nach der Überlieferung hat die heilige Nino, eine christliche Sklavin die aus Zentralanatolien (Tur Abdin) nach Iberien (heutiges Georgien) floh, in der Hauptstadt (Mtskheta) des Königreiches Zuflucht gefunden. Dort als Heilerin bekannt, wurde ihr ein krankes Kind gebracht. Die Kräuterkundlerin nahm sich des Kindes an und heilte es von seinem Leiden. Als die totkranke Königin Nana davon erfuhr, ließ sie sich zu Nino bringen und erfuhrt ebenfalls Heilung. König Mirian III, der Gemahl der Königin, wollte die Heilerin mit Gold und Silber belohnen. Doch Nina lehnte mit Verweis auf Gott, der ihr diese Gabe gegeben habe, ab. Als der König eines Tages in eine Notlage geriet und sein Flehen an seine Götter ungehört blieb, bat er den Gott der Christen um Hilfe. Ihm wurde diese gewährt. In Erinnerung an den Glauben der Heiligen Nino erhob der König 337 das Christentum zur Staatsreligion in seinem Königreich.
Das Kreuz, welches ich erblickte, soll einst von der Heiligen Nino errichtet worden sein. Ob dies der Wahrheit entspricht, mag ich nicht beurteilen. Dass diesem Ort eine tiefe Spiritualität inne wohnt, die einem das Gefühl gibt, etwas Ursprüngliches entdeckt zu haben, verwurzelt mit der eigenen Vergangenheit, ließ zu, dass ein friedliches Licht mein Herz berührt.
Das bedrückende und beklemmende Gefühl, welches mich anfangs plagte, ließ von mir.

Simon Jacob, 09.11.2015, Mtskheta, Dschwari Kloster

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