Ghom – Universität der Religonen

Land: Iran
Ort: Ghom
Datum: 26.02.2016

Dialog der Religion!

Was könnte ein Institut denn auch sonst machen, welches 1995 gegründet, sich dafür einsetzt, Religionen besser zu begreifen. Die Universität der Religionen in Ghom, welches unser Team besuchen durfte, präsentierte uns eindrucksvoll das bisher erreichte. Die anwesenden Geistlichen waren stolz darauf verkünden zu können, dass Kooperationen mit verschiedenen Universitäten, so auch in Deutschland, immer wieder stattfinden. Entsprechend finden deutsche Delegationen immer wieder ihren Weg in die Räumlichkeiten und die Hörsäle der Universität, um sich auf theologischer Ebene auszutauschen. Dabei geht es mitnichten nur um den Islam. Der Respekt gegenüber anderen Religionen wird in den Mittelpunkt gestellt. Die umfangreiche Bibliothek der Institution enthält zahlreiche Schriften in verschiedenen Sprachen, um sich allen Aspekten des Studiums widmen zu können. Kurse werden auch in Sanskrit, Hebräisch und Englisch angeboten.

Martin Neumeyer,
Integrationsbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung und Mitglied des Bayerischen Landtages, war es besonders wichtig, mehr über das Zusammenleben anderer Religionen im Iran zu erfahren. Dabei kam man auch immer wieder auf die allgemein gültigen Menschenrechte zu sprechen, die, nach schiitischer Ansicht und im Einklang mit dem Prinzip des „Idschtihad“, zu voller Geltung kommen.

Das Wesen des „Idschtihad“, eine Eigenart des schiitischen Islams, versetzt den Gelehrten in die Lage, sich eigenständig mit einer flexiblen Interpretation religiöser Gegebenheiten auseinanderzusetzen. Zum Beispiel wenn es darum geht Normen, die im 6 Jahrhundert n. Chr. in der damaligen Zeit des Islams noch Gültigkeit hatten, an die heutige Moderne anzupassen. Voraussetzung dafür ist ein langjähriges Studium.

Einen Anwender des Idschtihad, welcher etwa 30 Jahre benötigt um die notwendige Reife, besonders auf der philosophischen Ebene, zu erlangen, nennt man „Mudschtahid“.
Sicherlich haben wir innerhalb des interreligiösen Dialoges noch viel vor uns.

Aber der Weg des „Idtschihads“,welcher einst von vielen Gelehrten noch Anwendung fand um sich in einer modernen und sich ständig verändernden Welt orientieren zu können, wurde inzwischen in vielen Regionen vom totalitären und wortgenau ausgelegten Islam der Wahabiten verdrängt. Mit katastrophalen Folgen für die gesamte Region.

Simon Jacob
Ghom, 27.02.2016

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