Ist Rojava (im aramäischen Gozarto genannt), eine demokratische Blaupause ?

Seit 2012 besuche ich immer wieder mit Medienteams das Bürgerkriegsland Syrien, um die aktuellen Entwicklungen  beobachten zu können.

Mit Fokus auf die Entwicklung derer, die , nach westlichen Maßstäben, die Fähigkeit erlangt haben, eine Art Basisdemokratie zu etablieren.

Vor vier Jahren war ich noch äußerst skeptisch, als sich das von  Teilen der kurdischen Bevölkerung angebahnte Modell einer Basisdemokratie entwickeln sollte, an der alle Ethnien gleichberechtigt partizipieren sollen.

Das Misstrauen zwischen den verschiedenen Ethnien – Kurden, Suryoye (christliche Assyrer/Aramäer/Chaldäer), Araber (Sunnitische Stämme) und Turkmenen war sehr groß.

Und selbst unter den Kurden im nördlichen Syrien, die die politische Idee einer multikulturellen Basisdemokratie vorantreiben, herrscht nicht immer Einigkeit.

2014 und 2015 besuchte ich abermals die Region, eigenständig als Journalist, um die weiteren Entwicklungen dokumentieren zu können.

Innerhalb dieser kurzen Zeitspanne hat sich viel getan.

Im Schatten des Krieges wurden vier Kantone, ähnlich dem Schweizer Modell, gegründet.

Eine Verfassung integriert, die z.B. vorschreibt dass 40 % der Parlamentarier Frauen sein müssen.

Regionale Verwaltungen sind entstanden.

Militärische und polizeiliche Strukturen wurden etabliert.

Das jetzige militärische Bündnis, bestehend aus Teilen der Freien Syrischen Armee, sunnitisch – arabischen Stämmen, christlichen Suryoye und Kurden,  SDF (Syrian Democratic Forces), resultierte aus den damaligen Bestrebungen dem IS und anderen Extremisten etwas entgegensetzen zu können. Das neue Militärbündnis am Boden wird aus der  Luft aus von der Nato unterstützt und erhält eine teilweise materielle Versorgung durch Russland.

Das Verhältnis zum Regime könnte man als oppositionell bis neutral betrachten.

Zumindest wurde einzelnen kurdischen Fraktionen eine Nähe zum Regime nachgesagt.

Weitere Gruppierungen der christlichen Suryoye stehen dem Machthaber Aassad ebenfalls nahe.

Andere christliche Formationen sind im oppositionellen bis möglichst neutralen Bereich angesiedelt.

Vielleicht bietet sich durch dieses neue Konstrukt, welches die Rechte aller Ethnien und Religionen im Auge hat, eine Chance an, nicht nur für Syrien, sondern auch für andere Teile des Nahen Ostens, eine Blaupause zu schaffen, welche Frieden und Stabilität schaffen kann.

Die Aussagen meiner Interviewpartner zeugen vom Willen, genau dies zu tun.

Simon Jacob

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