Land: Iran
Ort: Teheran
Datum: 02.03.2016

Jina – Eine assyrische Künstlerin

Jina ist eine Diplomatentochter und kam in Kuwait auf die Welt. Vor über acht Jahren entschied sie sich ihren Hauptwohnsitz in den Iran zu verlegen, wo sie ihrem künstlerischen Talent nachgeht. Als Assyrerin hegt sie entsprechend eine besondere Zuneigung zu allem, was mit der Geschichte, Kultur und Tradition ihrer Wurzeln zu tun hat.
Als wir ihre Wohnung in Teheran betreten, sind wir zunächst erstaunt über die Sammlung alter Gegenstände, die im Zusammenhang mit der assyrischen Kunst und Geschichte stehen. Nicht nur alte Schriften und Bilder haben es der Künstlerin angetan, sondern im Besonderen alte Schreibmaschinen, die immer noch in der Lage sind die syrische Keilschrift, zwar mechanisch aber immerhin, auf Papier zu drucken. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um eine der ersten Schreibmaschinen dieser Art, welche gefertigt wurde.
Doch Jinas wahre Liebe sind wunderschön angefertigte Tonprodukte aller Art. Egal in welcher Größe. So schmückt das Bildnis von Lamasur die Wand der Assyrisch – Apostolischen Kirche in der im Norden gelegenen Stadt Urmiah. Kleine, handgroße Kunstwerke aus Ton fertigt sie in ihrem Ofen in ihrer hauseigenen Werkstatt an.
Zum Ende unseres Besuches hat es Jina sich nicht nehmen lassen, uns reichlich mit den Ergebnissen ihrer künstlerischen Fertigkeiten zu beschenken. Besonders hat mir ein Symbol gefallen, welches im Ostsyrischen (Ostaramäischen) das Symbol des Friedens darstellt.

„Shlama – Frieden“

Wer Interesse an Jinas Produkten hat, kann gerne über die Mailadresse wie folgt mit ihr Kontakt aufnehmen.

Mail: jina1342@hotmail
Instagram: jina_esmail

Simon Jacob, Teheran, März 2015