CSU Bogenhausen informiert sich durch die Peacemaker-Tour über die aktuelle Situation im Nahen Osten

Land: Deutschland
Ort: München
Datum: 03.02.2016

Viele Stadtratsmitglieder und Mitglieder anderer CSU Verbände konnte der Vorsitzende Marian Offmann am Mittwoch zum Vortrag von Simon Jacob, Friedensbotschafter und Initiator der „Peacemaker-Tour“ begrüßen. Gerade wegen der aktuellen Flüchtlingsproblematik in München ging Simon Jacob näher auf die Situation in Nordsyrien und Nordirak ein.

Der Beginn des Vortrags führte den freien Journalisten zunächst jedoch nach Istanbul und Izmir in die Türkei. Dort entdeckte er nicht nur verborgene kirchenhistorische Schätze wie seine Bilder eindrucksvoll zeigten, sondern hatte auch die Gelegenheit zu Gesprächen mit Geistlichen wie z.B. dem Generalvikar des Patriarchats der Syrisch – Katholischen Kirche, Vater Yusuf oder Professor Dr. Athanasios Papas, dem Stellvertreter von Patriarch Bartholomeos I, Metropolit von Chalzedon (Griechisch-Orthodoxe Kirche), dem im Besonderen die Ökumene zwischen den verschiedenen kirchlichen Strömungen am Herzen liegt. Aber auch die aktuelle Politik kam im Interview mit dem Menschenrechtsanwalt Haydar Siginak zu tragen.

Eine eigene angespannte Atmosphäre erlebte Simon Jacob bei seiner Weiterreise durch den Tur Abdin, als er von den Parlamentswahlen in der Türkei und über die dort ansässigen, teilweise christlichen Vertreter der Politik berichtete, bevor es über Georgien mit seinen wunderschönen Kirchen in die armenische Hauptstadt Jerewan ging. Viel Nachfahren der 1915 vor den Genozid geflohen Menschen leben heute dort und man merke immer noch eine düstere Stimmung, so Jacob. Besonders beeindruckend seien die Genoziddenkmäler und die entsprechenden Unterlagen im Museum gewesen.

Der eindeutig schwierigste und gefährlichste Teil folgte am Ende der ersten Etappe: der Besuch im Irak, der Autonomieregion Kurdistan sowie der nordsyrischen Stadt Qamishli, wo sich Simon Jacob im Dezember 2015 selbst ein Bild vor Ort machen konnte. Dabei besuchte er nicht nur Politiker unterschiedlichster Parteien und Gruppierungen wie der SDF – Syrian Democratic Forces, die von der NATO aus der Luft unterstützt den IS am Boden zurückdrängen. Der SDF ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Kampfeinheiten und setzt sich aktuell aus der kurdischen YPG und ihrem weiblichen Pedant, der YPJ sowie der christlichen MFS – Syriac Military Council (Eigenbezeichnung – Suryoye oder auch Assyrer, Aramäer, Chaldäer genannt), mehreren sunnitisch arabischer Stämmen wie z.B. des Sanadid – Shamar – Stammes und Teilen der „FSA – Freien Syrischen Armee“ zusammen.

Auch die Frontlinie zum IS in der Nähe von Kirkuk und die Massengräber in Shingal waren sein Ziel – Gebiete die westliche Journalisten nicht ohne weiteres besuchen können. Wie wichtig die hohen Sicherheitsmaßnahmen seitens der Militärs waren zeigte sich, als das Filmteam bei den Aufnahmen der Massengräber in das Fadenkreuz von IS-Scharfschützen geriet. Die Resultate der brutalen Verbrechen des IS die in Bilder und Videoaufnahmen festgehalten wurden, hinterließen bei den Anwesenden große Betroffenheit.

Insgesamt wurden in den rund drei Monaten über 20.000 km zurückgelegt und über 140 Artikel und Videoberichte verfasst. Diese kann man alle auf der Website unter www.peacemaker-tour.com oder auf Facebook nachlesen.

Ende Februar startet die Zweite Etappe, die über den Iran, Ägypten, Jordanien, Libanon gehen wird um dann in Israel und Palästina ihren Abschluss zu finden.

Daniela Hofmann
Redaktion

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