In der Autonomieregion

Kurdistan/Nordirak/Shingal,Sherfedin und Massengräber

Wenn meine Reise, dieses Projekt, einen Tiefpunkt erlangt hat, dann die letzten zwei Tage.
Nachdem ich Sherefedin besucht habe, die zweitwichtigste heilige Stätte der Jesiden und deren Einwohner zu den mutigsten Menschen zählen die ich jemals traf (Berichte folgen), machte ich mich auf die Massengräber aufzusuchen, die der Islamische Staat hinterlassen hat. Das erste Massengrab mit wahrscheinlich ca. 80 Personen ließ die Ahnung in mir aufsteigen, dass hier hauptsächlich Kinder und Frauen verscharrt sind. Frauenkleidung, die Überreste von langen Haaren und ein rosa Kinderanzug bestätigten leider meine Vorahnung. Und als ich dachte dass es nicht schlimmer werden kann, brachten mich meine jesidischen Begleiter in ein zerbombtes Gebäude, welches nicht nur dazu diente Frauen zu verkaufen, also ein Sklavenbasar. Es war ebenfalls Schlachthaus zugleich.

Neben den Überesten des Gebäudes lag eine Art Becken, welches früher einmal mit Wasser gefüllt war. Dort schlachtete, anders kann ich es leider nicht definieren, der IS die ab, die nicht in das vom Islamischen Staat gelebte Weltbild passen. Dort angekommen eröffnete sich mir ein Bild des Grauens. Wieder waren es Frauen und Kinder, die in einer hohen Anzahl hingerichtet wurden. Vor mir liegen die Knochen eines Kleinkindes. Der Kopf wurde vom Rumpf abgetrennt. Der Schädel zertrümmert. Überreste des Gehirns wurden vom Schlamm konserviert und waren als solche zu erkennen.

Kurze Zeit später zog es mich in die völlig zerbombte und zerstörte Stadt Shingal. Die Rückeroberung durch kurdische und jesidische Truppen, mit massiver Luftunterstützung, hatte ihren Preis.
Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viel Zerstörung gesehen. Verkohlte Leichen liegen auf den Straßen an denen Hunde nagen. Und selbst die Hunde liegen halb verwest neben denen, von denen sie vorher das Fleisch von den Knochen abschabten. Überall sind Krater. Verursacht durch die Bombeneinschläge der alliierten Luftwaffe. Der IS hat vor seinem Rückzug viele Gebäude vermint und man muss höllisch aufpassen.

Ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben. Denn das wäre das, was das schier Böse von uns möchte.
Denn anders vermag ich das Handeln des Islamischen Staates nicht zu nennen, wenn mir die Bilder der letzten Tage, und besonders im Zusammenhang mit den jesidischen Frauen und Kindern, die nun in ihren Massengräbern ruhen, durch den Kopf gehen.

Detaillierte Berichte folgen

Simon Jacob

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