Vakyfli Köyö: Granatapfelklopfen auf den Spuren des Musa

Land: Türkei
Ort: Hatay/ Vakyfli Köyö
Datum: 16.10.2015

Zwischen 1915 fand ein Völkermord an den Christen der Türkei statt, welcher bis zum heutigen Tag nicht aufgearbeitet wurde und für politische Brisanz sorgt. Der heutigen Bevölkerung in der Türkei, die in vielerlei Hinsicht bestrebt ist einen Dialog zu suchen, der leider auch immer wieder konterkariert wird, ist nicht die Schuld zu geben an dem, was in der Vergangenheit passiert ist. Und deswegen beginnt Versöhnung zunächst im Dialog. Im Aufarbeiten dessen, was in der Vergangenheit passiert ist. Hin zum Status Quo, vorausschauend für die Zukunft.

Das letzte armenische Dorf in der Türkei, nahe am Berg “Musa Dagi” gelegen, dessen Bewohner die Nachfahren der damals Vertriebenen sind, zeigt beispielhaft wie Versöhnung funktionieren kann. Vater Trifon, unser geistlicher Beistand von der Rum-Orthodoxen Kirche, begleitet uns. Er kennt Gott und die Welt in dieser Gegend und lässt es sich nicht nehmen, den Mukhtar, übersetzt Bürgermeister, der Region aus seinem Mittagsschlaf zu schreien.

Mit ein paar lockeren Worten auf den Lippen erklärt er uns, dass man ihn hier kennt und der “Bürgermeister” nicht anders aus dem Mittagsschlaf zu wecken sei.

Im Dorf angekommen und mit den richtigen Ansprechpartnern vor mir, folge ich meinem Versprechen, welches ich Kemal Balkan, einem Deutsch – Türkischen Künstler in Deutschland, gegeben habe. Ich überreiche dem Dorf ein Kunstwerk, welches Kemal als Zeichen der Versöhnung dem letzten Dorf der Armenier gewidmet hat.
Einen schöneren Ort, eingebettet in eine friedliche Landschaft, in der Frauen und Männer in Harmonie und Ruhe aus den Trümmern etwas so wunderbares aufgebaut haben, findet man nur schwer. Ein Symbol, das das Zusammenleben der Völker demonstriert. Im dorfeigenen Laden betrachte ich die Produkte, welche das Dorf für den regionalen Handel produziert. Olivenöl, Seife, Marmelade made in “Vakyfli Köyö” werden zum Verkauf angeboten. Besonders die Produktion des “Granatapfelsirups”, dem heilende Wirkungen nachgesagt werden, hat es mir angetan. Unter dem Gelächter älterer Hausfrauen misslang es mir zwar dabei zu helfen die Kerne aus den Früchten zu schlagen.
Doch immerhin konnte ich mit einem Lächeln auf dem Gesicht diesen schönen Ort verlassen, welcher Hoffnung aufkeimen lässt, wenn es um einen Neuanfang im Konsens zwischen den Religionen und Ethnien an diesem geschichtsträchtigen Ort geht – gerne auch durch “Granatapfelsirup”

Simon Jacob, Hatay Vakyfli_Köyö – 16.10.2015

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