Wer ist die AJM?

Der Assyrische Jugendverband Mitteleuropa e. V. (AJM) wurde 2002 in Augsburg gegründet. In ihm haben sich Jugendgruppen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem Dachverband zusammengeschlossen.

Eine der Hauptaufgaben des Verbandes, so Tigris Demir (Projektleiterin der AJM in Bayern), besteht darin, jungen Menschen demokratische Leitlinien näher zu bringen. Gerade in der jetzigen Situation, bedingt durch die immensen Flüchtlingsströme aus dem Nahen Osten, ist die vorbildliche Arbeit des Vereins mehr als gefragt.

Heute, am 02. Oktober 2016, wurde in München gemeinsam mit Jugendlichen die noch vor ein paar Jahren in Syrien oder im Irak lebten, der Münchner Ableger gegründet.

Als Mitglied des Bayerischen Integrationsrats war es mir wichtig, selber die Fortschritte und strukturelle Vorgehensweise der Gruppierung und ihrer jungen Mitglieder zu beobachten.
Neben den bereits erwähnten politischen Themen sowie das Vermitteln rechtsstaatlicher Werte und kultureller Aspekte einer westlich geprägten Gesellschaft, ist es auch im Besonderen die Jugendarbeit, die es in Form von Events wie Fußballspielen, Grillen usw. zu organisieren gilt.

Trotz aller Integrationsarbeit, hier wird übrigens sehr darauf geachtet dass strikt Deutsch gesprochen wird, ist es auch die eigene Geschichte wie die Sprache, die Kunst, die Philosophie und die Traditionen, welche thematisiert wird.

Auch die christliche Religion, fester Bestandteil der Jugendlichen die verschiedenen Kirchen des Nahen Ostens angehören, kommt immer wieder als Schwerpunkt, getrennt von den politischen Themen, zur Geltung.

Persönlich kann ich mir nur wünschen, dass gerade solche Projekte mehr Beachtung finden. Sind sie doch essentiell notwendig, um eine erfolgreiche Integration in den westlichen Kulturraum möglich zu machen.

Wer könnte dies besser als die Nachfahren derer, die den Weg der Flucht aus dem Nahen Osten bereits hinter sich haben und nun produktiver Bestandteil der Gesellschaft sind.

Weitere Information zur AJM gibt es auf deren Web-Seite

www.qolo.de .

Simon Jacob, München, den 02. Oktober 2016