Yassir – Ein deutscher Jeside gegen den IS

Land: Irak
Ort: Autonomieregion Kurdistan – Nordirak/Sindschar
Datum: 07.12.2015

Yassir Kasim Khalaf kam 1988 im Irak auf die Welt. Zu einem Zeitpunkt, in dem Saddam Hussein, der frühere Machthaber im Irak, eine innige Freundschaft zum Westen pflegte. Besonders zu den Vereinigten Staaten. Am 2. August 1990 marschierte der Irak in Kuwait ein. Der Rest ist Geschichte.
Yassir wurde in eine Zeit hineingeboren, in der die heutigen Turbulenzen ihren Anfang nahmen. Die Familie immigrierte 1989 nach Deutschland.
Hier verbrachte der spätere Kämpfer der jesidischen Verteidigungsfront, kurz HPE (Heza Parastina Ezidxan) seine Kindheit. Damals konnte er wohl kaum erahnen, dass er eines Tages gegen eine Terrororganisation in den Krieg ziehen würde, die sich IS nennt. Seine militärische Ausbildung bei der deutschen Bundewehr kam ihm bei diesem Unterfangen sicherlich zugute. Und als ich Yassir zum ersten Mal erblickte, in Sherfedin, dem zweitheiligsten Ort der Jesiden in der Autonomieregion Kurdistan, machte er keinen Hehl daraus, dass er inzwischen abgehärtet ist.

Das junge Mitglied der jesidischen Kampfeinheit befindet sich bereits seit September 2014 in Sherfedin. Als die Stadt vom IS eingekesselt war und sich gegen die heftigen und nicht enden wollenden Angriffe des Feindes zur Wehr setzte, war der junge Mann vor Ort und kämpfte. Was zunächst wie eine ausweglose Situation aussah, endete in einem Sieg.
Einem Sieg für die Freiheit und das Recht, leben zu können.

Die Strapazen der vergangenen Monate sieht man Yassir an. Als ich ihn noch einmal in der völlig zerstörten Stadt Sindschar, im Hauptquartier der Bodentruppen, die aus verschiedenen kurdischen Kampfeinheiten und Jesiden bestehen, wieder sah, blickten mich ernste Augen an.

Was auch immer dieser junge Mann erlebt hat. Er macht keinen Hehl daraus, dass es ihn geprägt hat und er den IS als einen Feind betrachtet, der nach all den Grausamkeiten, die dieser seinem Volk angetan hat, nichts weiter als den Tod verdient.

Yassir warnt mich noch vor den Minen im Gelände bevor sich unsere Wege trennen und jeder seinem Schaffen nachgeht.

Ich hoffe ihn eines Tages wieder zu sehen.
Lebendig und an einem Stück.

Simon Jacob

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