Format: Text
Land: Frankreich
Thema: Politik, Gesellschaft
Sprache: Deutsch

Die von den einzelnen Autoren veröffentlichten Texte geben ausschließlich deren Meinung wieder und nicht die der bearbeitenden Redaktionen und Veröffentlichungsplattformen

 
Autor: Simon Jacob
Ort: Verdun, Frankreich
Kategorie: Artikel
Rubrik: Gesellschaft, Politik
Datum: 09.04.2019
Textdauer: ca. 8 Min.
Sprache: Deutsch
Titel: Peacemaker in Verdun – Dreharbeiten zur Dokumentation Peacemaker: Friedensprojekt Europa
 

 

Peacemaker in Verdun – Dreharbeiten zur Dokumentation Peacemaker: Friedensprojekt Europa

 

Was ist Verdun ?

 

Jeder, der diese Frage nicht beantworten kann, wenigstens ein bisschen was davon, und sei es noch so wenig, sollte sich fragen, ob er weiß, was Europa bedeutet...

 

Was Krieg und Frieden bedeuten...

 

Was es bedeutet, das Glück zu haben, in einer Umgebung zu leben, in der Frieden herrscht...

In der Menschen sich frei bewegen können...

In der Konflikte nicht mit der Waffe ausgetragen, sondern am Tisch austariert werden...

In der man seine Meinung sagen kann, ohne eingeschlossen, gefoltert oder vergewaltigt zu werden...

 

In der man...

 

In der man nicht mit 19 Jahren einen sinnlosen Krieg führen muss, in einem Schützengraben sitzt, nicht wissend, ob man den morgigen Tag noch überlebt, dabei zusieht wie zu Tausenden die eigenen Kameraden qualvoll an Giftgas ersticken, ihre Gedärme in die Bauchdecke drücken, den Kältetod sterben oder einfach nur wahnsinnig werden...

 

Und dies für was?

Für die Arroganz der Generalität des Ersten Weltkrieges, der fast die gesamte Welt in Brand setzte?

 

Für das Machtgehabe einzelner, omnipotenter Machthaber, die unbedingt allen beweisen wollten, wer der Größte, Mutigste, Stärkste, Härteste ist... ?

 

War es das wert?

War es und ist es dieser Kriege wert, dass 100.000de Soldaten, dies in kürzester Zeit, in der größten und sinnlosesten Blutschlacht der Welt, wegen ein bisschen Land, qualvoll ihr Leben ließen?

 

Geht nach Verdun... und ihr werdet verstehen, weshalb es das heutige Europa, eingebunden in die Europäisch Union, gibt...

 

Einige auf den Bildern haben Krieg erlebt...

Einige auf den Bildern haben nur eine Vorstellung davon...

 

Doch egal wie unterschiedlich wir nun sind, oder an was wir glauben mögen...

 

An diesem Ort, an den Gräbern Verduns, die sich in die unendliche Landschaft dieses so stillen und friedlichen Ortes einbetten, wurde uns allen das Grauenvolle, das Groteske, das Verheerende des Krieges bewusst.

 

Und ihr fragt immer noch, warum wir das tun?

Weshalb uns daran gelegen ist, Frieden zu bewahren anstatt Krieg zuzulassen?

 

DESWEGEN HABEN WIR PROJECT PEACEMAKER GESCHAFFEN !

 

Um uns alle daran zu erinnern, dass es wert ist, sich für Frieden und Gerechtigkeit einzusetzen...

 

Ein Freund der dabei war, Enno, postete das Bild von Lisa, 16 Jahre, auf Facebook. Und bekundete, wie wertvoll es ist, dass auch junge Menschen wie sie vor Ort waren und anderen darüber berichten.

 

Daraufhin fragten einige, was denn nun das Besondere daran sei.

Euer Ernst? Ihr fragt noch danach?

Lisa hat, wie so viele andere auch, ihre Freizeit genutzt, ihre begrenzten finanziellen Mittel verwendet und den Willen aufgebracht, sich für etwas einzusetzen.

 

Viele hätten das nicht getan!

 

Viele in Lisas Alter hätten darüber nachgedacht, wo sie den nächsten Urlaub verbringen, wie sie das Guthaben des Smartphones maximal ausreizen können oder welche Bar sie am nächsten Tag besuchen.

 

Ohne dabei zu bedenken, dass sie für all diese Freiheiten in einer Umgebung leben, in der einst blutige Kriege herrschten und die Erkenntnis aus diesem "Blutzoll" dazu führte, dass man eben jene Welt schafft, die es uns heute ermöglicht, all diese Bequemlichkeiten zu nutzen.

 

Ich danke allen, die sich dieses Wochenende auf dem Weg gemacht hatten, und sei es auch nur für ein paar Tage, dabei waren ...

 

Sven, Enno, Lisa, Daniela, David F., David I., Robby, Xenia, Ninos, Abraham, Constanze, Augin, Valentin, ...

 

Simon Jacob,
Freier Journalist,
Peacemaker

 

 

Daten zur Filmpremiere Peacemaker: Europa, das Friedensprojekt

 

Wer: Project Peacemaker e.V. in Kooperation mit der Stadt Augsburg, Europabüro mit Europe Direct-Informationszentrum und Oannes Consulting - Medien & Kommunikationsberatung GmbH

 

Wo: Zeughaus, Zeugplatz 4, 86150 Augsburg

 

Beginn: 19:00 Uhr (Einlass 18:00 Uhr)

 

Eintritt: kostenlos, Anmeldung erforderlich, Plätze sind begrenzt

 

1980 kam der in Augsburg aufgewachsene Journalist und Buchautor Simon Jacob nach Deutschland. In seiner Heimat im südanatolischen Raum waren Konflikte an der Tagesordnung. Die Eltern suchten eine neue Heimat. Jacob war damals zwei Jahre alt. Jahrzehnte später machte er sich, als Initiator des Friedensprojektes „Peacemaker“, wieder auf den Weg in den Nahen Osten. Dort, wo Krieg und Leid Millionen Menschen vertreiben. Ausgestattet mit Kamera und Notizblick war ihm klar, wie so vielen anderen auch die in Europa angekommen sind, dass die Lösung für den Nahen Osten in den Antworten Europas auf die Entwicklungen nach dem zweiten Weltkrieg zu finden sind.

 

Europa ist ein Friedensprojekt und mehr als nur offene Grenzen, Euro oder die Möglichkeit in einem sicheren Umfeld überall arbeiten zu können.

 

Europa ist eine Vision des Friedens. Das ist gerade jenen bewusst, die Krieg erlebt haben und die nach Europa kommen, um an eben jenem Frieden teilhaben zu können.

 

In der Dokumentation kommen nicht nur Akteure aus dem Nahen Osten und Europa zu Wort. Auf anschauliche Weise werden die Erzählstränge aus zwei verschiedenen Blickwinkeln dokumentiert, die am Ende zu einer Vision verwoben werden. Nämlich, dass anhaltender Friede möglich ist - aufgebaut auf den Trümmern eines Europas nach verheerenden Kriegen.

 

Anmeldung per Email an die folgende Adresse:

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder unter 089 2488 300 50

 

 

 

 

  

Buchtipp:

 

Seit Jahren reist Simon Jacob durch Länder wie Syrien, Irak oder Iran. Als Angehöriger eines wichtigen Clans gelangt er an Orte, die für andere nie zugänglich waren. Dort spricht er mit Menschen, immer auf der Suche: der Suche nach Frieden, auch seinem eigenen Inneren. Seine Reise schildert auch die Schrecken dieser Kriegsgebiete. Aber mehr noch zeigt dieses Buch, dass und wie Friede wirklich möglich ist. Eine Botschaft, die vor allem in diesen Tagen Mut und Hoffnung macht und motiviert, zu kämpfen für eine bessere Zukunft und für etwas, was Simon Jacob ausgerechnet im Irak und in Syrien wiedergefunden hat: Menschlichkeit.

 

 

 

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